Ein fotografierter Lieferschein ist zunächst ein digitales Bild. Damit daraus nutzbare Auftragsdaten werden, müssen Angaben erkannt, zugeordnet und bei Unsicherheit geprüft werden. Das Fraunhofer IML untersucht mit InstaScan die Digitalisierung logistischer Dokumente einschließlich ihrer Weiterverarbeitung in betrieblichen Systemen. Eine Produktempfehlung ergibt sich daraus nicht.

Für die eigene Werkzeugauswahl sollte eine Vorführung deshalb über ein gut lesbares Musterdokument hinausgehen. Sammeln Sie unterschiedliche Belegtypen und bauen Sie einen Testbestand mit erfundenen oder entsprechend bereinigten Angaben. Achten Sie auf verschiedene Lieferantenlayouts, mehrere Seiten und erkennbar schwierige Aufnahmen.

Ein hypothetischer Wareneingang

Ein angenommener Großhändler möchte Lieferscheindaten einer Bestellung zuordnen. Im Test liest das Werkzeug die Bestellnummer korrekt, verwechselt aber bei einer Position die Verpackungseinheit mit der Stückzahl. Das Team legt fest, dass widersprüchliche Einheiten vor einer Übernahme sichtbar geklärt werden müssen.

Die prüfende Person sieht den erkannten Wert neben der passenden Stelle im Beleg. Sie kann ihn korrigieren und die Zuordnung bestätigen. Für einen zweiten Beleg fehlt die Bestellnummer vollständig. Dieser Fall landet in einer erkennbaren Warteschlange, statt automatisch eine neue Bestellung zu erzeugen. Das Beispiel ist konstruiert; es beschreibt keinen realen Test eines Anbieters.

Diese Funktionen vorführen lassen

  • Zuordnung mehrseitiger Dokumente zu einem Vorgang.
  • Kennzeichnung unsicherer oder widersprüchlicher Felder.
  • Verständliche Korrektur mit Zugriff auf das Ausgangsdokument.
  • Erkennung eines erneut eingereichten Belegs.
  • Übergabe und Rückmeldung an das Zielsystem.

Messen Sie im Versuch die gesamte Bearbeitung einschließlich Nacharbeit. Eine hohe Erkennungsquote allein kann einen langsamen Prüfprozess verdecken. Klären Sie außerdem, wer liegen gebliebene Fälle bearbeitet und wie bei einer gestörten Schnittstelle weitergearbeitet wird. Erst der vollständige Ablauf zeigt, ob die Lösung zum Lageralltag passt.