Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat am 13. Oktober Betreiber kleiner industrieller Anlagen aufgefordert, ihre Steuerungssysteme gegen Cyberangriffe abzusichern. Die Empfehlung richtet sich ausdrücklich auch an Betriebe, die Lebensmittel kühlen oder Strom erzeugen.
Als erste Maßnahme nennt das BSI, den direkten Zugriff aus dem Internet auf die Steuerungen zu unterbinden. Für geschützte Zugänge empfiehlt die Behörde VPN-Verbindungen und Mehrfaktor-Authentifizierung. Sicherheitsupdates und Fehlerkorrekturen sollen kurzfristig eingespielt werden. Außerdem sollen Betreiber regelmäßig prüfen, welche Geräte öffentlich erreichbar sind.
Einordnung für den Mittelstand: Bei einem Betrieb mit fernüberwachter Kühlung sollte die Prüfung deshalb auch den Zugang des Wartungsunternehmens umfassen. Eine konkrete Frage an den Dienstleister lautet: Lässt sich die Steuerung direkt über das Internet erreichen, oder führt der Zugriff über einen abgesicherten Zugang mit zusätzlichem Anmeldenachweis?
Das BSI verweist als Anlass auf Vorfälle in Frankreich. Die Meldung benennt keinen bestimmten Hersteller und beschränkt ihre Empfehlungen nicht auf große Industrieunternehmen.
Quelle: BSI, Pressemitteilung vom 13. Oktober 2026: https://www.bsi.bund.de/DE/Service-Navi/Presse/Pressemitteilungen/Presse2026/261013_OT-Gefaehrdung-Kleinanlagen.html


